Die Magie deines Reisetagebuchs

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Viktoria von Chronic Wunderlust berichtet von magischen Momenten und gibt Tipps, wie du deine eigenen im persönlichen Tagebuch festhältst, um dich immer wieder daran zu erinnern.

Reisetagebuch am Strand in TascheIch lege den Stift beiseite und atme die salzige Meeresluft ein. Und noch einmal. Bis sich meine Lunge komplett mit ihr füllt. Ich schließe die Augen und kann es kaum glauben, dass ich nun wirklich da bin. Weit weg. Auf ein paar Inseln im Pazifik.

Und jetzt sitze ich hier auf einer Bank, meine Füße im weißen Sand, ein klappriges Holzgestell bietet mir Schatten und der Wind malt mit seinen Brisen Muster in den Sand.

JourneyBook Reisetagebuch in der Hand gehalten mit Blick auf MeerGenau in solchen Momenten vergesse ich komplett was zuhause passiert, was sich gerade in der restlichen Welt abspielt und bin komplett im jetzt. Nur ich und die Natur. Keine anderen Menschen, nur ein paar Meerechsen, die ebenso Schutz vor der Hitze unter ein paar Büschen suchen.

Ich nehme mein Reisetagebuch wieder zur Hand. Neben den „überlebenswichtigen“ Infos wie Flugnummer, Hotelreservierungen und der groben Reiseplanung finden sich eben auch genau solche Momente, wie oben beschrieben wieder.

Zwei Iguana Meerechsen auf SteinSchreiben ist für mich noch tiefer in meine Reise eintauchen, zu observieren, mehr zu entdecken als das oberflächliche Auge der Touristen. Wie eben diese Meerechsen wie ein Sandwich aufeinander gestapelt gelegen sind, um ja nicht im heißen Sand zu schmoren. Wie sie immer wieder durch ihre Nasenlöcher spucken und es beinahe bedrohlich wirkt würden sie nicht so träge wirken.

Am liebsten schreibe ich draußen in der Natur, oder in kleinen Kaffeehäusern, wo ich die Leute beobachten kann und wieder neue Geschichten erlebe. Wo ich verträumt meine Gedanken ordne oder ihnen freien Lauf gebe. Wo ich einfach mal abschalte beim Schreiben ohne Laptop und die ewige Ablenkung des Internets.

 

 

Tipps wie du dein Reisetagebuch magisch und lebendig gestaltest

Meine Reisetagebücher sehen mal so und mal so aus, aber eines haben sie alle gemeinsam: ein Stück von mir und meiner Reise. Wenn ich sie auch nur im Regal stehen sehe, überkommt mich die Reiselust und die Gefühle der letzten Reise kommen auf.

  1. Nimm dir Zeit
    An jedem Tag deiner Reise solltest du dir mindestens 15 Minuten Zeit nehmen, um deine Gedanken zu Papier zu bringen. Es ist dabei komplett egal, wie wo wann – aber tu es.
  2. Schreib es dir von der Seele
    Wie ist es dir ergangen, was hast du erlebt – oft ist ein nur ein winziges Detail, dass deinen ganzen Tag beeinflusst hat. Genau diese Augenblicke kann ich dir empfehlen einzufangen, denn an diese wirst du dich lange Zeit erinnern wollen.
  3. Sammle deine Eintrittskarten und alles was sich irgendwie einkleben lässt
    Besonders gerne klebe ich die weiß-grünen Gepäcksetiketten und Geldscheine ein. Zu den Geldscheinen schreibe ich kurz dazu, was man für diesen Betrag in x Land alles bekommen kann.
  4. Ein bisschen Ästhetik – muss sein
    Washy Tape – eines meiner liebsten Dekodinger, die es wohl auf dieser Welt gibt. Diese klebenden Papierstreifen mit verschiedenen Mustern, Farben und Formen verleihen dem Reisetagebuch einen wunderschönen Schliff. Ich habe immer 2-3 verschiedene Rollen mit und verziere damit mein Büchlein quasi on the go.
  5. Noch ein bisschen Ästhetik – darf sein 
    Dieser Tipp mag nicht immer umsetzbar sein, jedoch zu Beginn einer jeden Reise oder eines neuen Reisetagebuches nehme ich mir strikt vor nur gewisse Stift und gewisse Farben im Büchlein zu verwenden. Das heißt, dass die ersten Seiten bei mir meist wunderschön aussehen, geschwungene Schrift, einheitliche Farben, bunte Washy Tapes. Doch gegen Ende der Reise wird es meist chaotisch – so wie ich – dann passt das auch wieder.
 Ein Büchlein + ein Stift + unvergessliche Momente = Magie, die nie vergeht

 

 


Über Viktoria

Viktoria inspiriert seit vier Jahren auf ihrem Tauch- und Reiseblog Chronic Wanderlust. Dort zeigt sie die wundervolle Unterwasserwelt und animiert ihre Leser ein aufregendes Leben zu (er)leben.

Gerade eben nennt die 24-jährige Kolumbien ihr Zuhause. Im Sommer wird sie dann ohne Flugzeuge nach Europa reisen und wieder im österreichischen Linz Wurzeln schlagen.