Wertvolle Erinnerungen – Reisetagebuch aus 1998

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Ela von modernenomaden.de hat ihr Tagebuch von Ihrer Reise vor 20 Jahren wiedergefunden.

 

Was hast du damals erlebt und wohin ging die Reise?

Damals hatte ich gerade eine Krise. Job verloren, Ehe ging in die BrĂŒche – also stieg ich spontan auf meine Enduro. Ein ganz klassisches Yamaha XT 350 Original Motorrad. Nur den Tank hatte ich vergrĂ¶ĂŸert, denn ich treibe mich auch gern schon mal in abgelegenen Gegenden herum.

Vor 20 Jahren, war ich als junge 30-jÀhrige Frau noch eine absolute Ausnahme auf einer Enduro. An den Tankstellen gab es noch spontane Standing Ovations an der Tankstelle!

Die Reise ging gen SĂŒden, immer der Sonne nach. Startend in einem kleinen Dorf am Rande der Eifel, quer durch Frankreich mit Magic Moments wie Carcasonne im Sonnenuntergang und reiten auf Wildpferden in der Camargue. Über die teils noch verschneiten PyrenĂ€en, die wilde Costa Brava runter mit Highlights wie Barcelona, die sonnige Costa Blanca entlang, bis ins Land des Lichts – Andalucia.

20 Jahre und die Reiseleidenschaft lĂ€ĂŸt nicht nach 😉 Heute sind die Reisen auch schon mal weiterweg – wie Inselhopping auf Thailand letzten Winter oder SĂŒdafrika ist fĂŒr dieses Jahr in Planung.

 

 

Ist dies dein Àltestes / erstes Tagebuch und wie alt warst du als du es geschrieben hast?

Reisetagebuch 1998Oh nein – ich habe bereits mit 12 Jahren Tagebuch geschrieben. Damals ging es zwar nur mit dem Fahrrad in die Eifel, aber immerhin. Ich war stolz auf jeden Stempel, den ich in meinen Jugendherbergsausweis bekommen hatte. Einmal kamen wir spĂ€t abends in einer Jugendherberge abgelegen auf einem Berg an
und mussten feststellen, dass sie geschlossen hat – Aber das ist eine andere Geschichte.

 

 

Schreibst du seitdem regelmĂ€ĂŸig in dein Reisejournal und wie war es dein altes Tagebuch zu finden?

Schreiben und Fotografieren liebe ich. Ich sammele unterwegs auch meist hĂŒbsche Postkarten, alle Eintrittstickets von besonders schönen Erlebnissen und vieles mehr – alles kommt ins Reisejournal.

Mein altes Reisetagebuch – Nostalgie pur! All die Erinnerungen kommen mit beim durch blĂ€ttern hoch und ich schwelge in den schönen GefĂŒhlen. Es ist ganz wichtig seine schönen Erinnerungen festzuhalten – so hast Du einen Schatz fĂŒrs Leben. Gerade an Tagen wo es Dir mal nicht so gut gehen sollte, kannst Du damit die guten GefĂŒhle wieder hervorholen.

 

 

WĂŒrdest du das Tagebuch deinem Sohn jetzt oder spĂ€ter zeigen?

Mein Sohn, schon große 16 Jahre alt und ein typischer Teenager, geht selbst schon ohne Eltern auf Reisen. Er hat sogar schon LĂ€nder gesehen, in denen ich noch nicht war. Auch Timur fotografiert sehr gern und hĂ€lt seine Reisen fotografisch fest.

Wenn er in ein Land reist, dass ich schon kenne zeige ich ihm gern meine TagebĂŒcher. Fast alles darf er lesen 😉

 

 

Warum sollte jeder Reisende Tagebuch fĂŒhren?

Ein schöner Spruch heißt:

„ Leben ist nicht die Anzahl der AtemzĂŒge, die Du machst, sondern die Augenblicke, die Dir den Atem rauben“ (nach George Carlin)

Unser GedĂ€chtnis funktioniert sehr selektiv. Wenn es uns im Leben mal nicht so gut geht, erinnern wir uns gern an alle Situationen, wo es auch nicht gut lief und wir Sorgen hatten. Gerade dann brauchen wir aber gute GefĂŒhle und schöne Erinnerungen. Mit einem Reisejournal kann sich jeder einen großen Fundus an schönen Erinnerungen schaffen.

Und wenn mal die ganze Welt gegen Dich ist, schlĂ€gst Du es auf und Schwupps – da ist wieder dieser nette Typ, der Dir auf der spanischen Treppe in Rom ein Liebeslied auf seiner Gitarre vorgespielt hat.

 

 

 

Was ist deine Lieblingsseite in deinem alten Tagebuch?

Die Lieblingsseite ist die Beschreibung meiner Gedanken, als ich hoch oben in der Sierra Nevada ganz allein an einer Schranke stehe. Es ist so symptomatisch auch fĂŒr das ganze Leben. Wie oft stehen wir plötzlich vor einer Schranke, wenn wir dachten, dass es eigentlich ganz gut lĂ€uft. Wie gehst Du damit um? Was denkst Du in solchen Momenten ? Wie findest Du einen neuen fĂŒr Dich richtigen Weg?

 

 

Gab es etwas woran dich dein Reisetagebuch wieder erinnert hat, was du vielleicht sogar vergessen hattest?

Ganz viel! Ich habe Adressen von schönen Orten wiedergefunden. Zum Beispiel von einem Haus wo mein Vater mal gelebt hat. Namen von ehemaligen Reisebegleitern, die ich nun auf Facebook finden kann.

 

 

Warum fĂŒhrst du immer noch Reisetagebuch?

Heute fĂŒhre ich Reisetagebuch auch um anderen Menschen gute Tipps zu geben, tolle Locations zu teilen (Da gibt es beispielsweise diese kleine Bar auf Kho Lanta *schwĂ€rm*), Wege zu zeigen und auch Mut zu machen.

Es gibt so viele Menschen, die mal gerne Reisen wĂŒrden, aber sich allein nicht trauen oder auch denken einfach drauf los reisen, sei nur was fĂŒr junge Leute. Da kann ich mit meinen Berichten das kleines bisschen Inspiration fĂŒr den ersten Schritt liefern.

 

 

Wo war der ungewöhnlichste Ort, an dem du in dein Reisetagebuch geschrieben hast?

Och, da gibt’s viele Orte. Oben auf der Sierra Nevada – verzweifelt vor einer Schranke stehend.

Auf Schloß Dracula im fernen Transilvanien

Im Longtail Boot, in der Andaman See. Es war etwas wackelig 😉

Am berĂŒhmten „The Beach“ auf Phi phi

Auf der wunderschönen Dachterrasse unseres Riads in Marakkesch  u.v.m.

 

 

Wenn du in deinem Reisetagebuch liest – wĂŒrdest du heute etwas anders, mehr oder weniger schreiben?

Auf jeden Fall mehr schreiben. Mehr von dem was ich gesehen und erlebt habe. Aber auch mehr darĂŒber was ich dabei gedacht und gefĂŒhlt habe.

Beim Schreiben gilt genauso wie beim Reisen: Carpe diem noctemque (Nutze den Tag und die Nacht). Ich wĂŒrde es ergĂ€nzen auf: Genieße den Augenblick und teile ihn mit anderen.

 

 

Was ist dein nĂ€chstes Reiseziel und gibt es fĂŒr das Land schon ein JourneyBook?

Unsere nÀchsten Ziele sind Prag, Paris, Kroatien und immer wieder die Costa Blanca.

Leider gibt es fĂŒr Europa noch zu wenige Journeybooks. Aber fĂŒr das nĂ€chste große Abenteuer gibt es das JourneyBook SĂŒdafrika.

 


Über Ela von modernenomaden.de

modernenomaden BlogReisen heißt nicht nur schöne Orte entdecken. Du entdeckst auch ganz viel ĂŒber Dich selbst. Reisen ist ein Prozess und immer auch eine Reise zu Dir selbst.

Seit drei Jahren reise ich nicht mehr alleine durchs Leben und durch die Welt, sondern mit meinem Partner, Jörg. Er hat als ehemaliger Marine Soldat schon sehr viel von der Welt gesehen und spricht nach 20 Jahren USA perfekt Englisch. Jörg ist der strukturiertere von uns beiden und sorgt dafĂŒr, dass wir immer alles dabeihaben. Am anderen Ende der Welt ohne LadegerĂ€te ist doof 😉 Mit seinem technischen VerstĂ€ndnis hĂ€lt er unsere AusrĂŒstung in Schuss und repariert alles, was so anliegt. Diese Skills ergĂ€nze ich mit ganz viel KreativitĂ€t – irgendwie geht’s immer! Und einem unverbesserlichen Optimismus. Meine Kenntnisse in Französisch und Spanisch sind auch ganz hilfreich.

In unserem Blog lassen wir Dich teilhaben an unseren Reisen und Erlebnissen abseits ĂŒblicher Touristenpfade. Besonders romantische WasserfĂ€lle oder versteckte geheimnisvolle GĂ€rten – wir reisen gern unkonventionell und ĂŒbernachten lieber privat bei Einheimischen als in Hotels. Wir sind mal per Mietwagen, auf MotorrĂ€dern oder auf dem RĂŒcken eines Pferdes unterwegs
.

In Marokko hatten wir sogar mal einige Tage einen privaten Fahrer, der uns nicht nur die Highlights von Marrakesch gezeigt hat, sondern auch entlegene Gegenden mit malerischen WasserfÀllen im Atlasgebirge.

 

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PS: Wenn du selbst ein passendes JourneyBook suchst, findest du hier alle LÀnder und kannst dir dein eigenes Reisetagebuch kaufen oder andere damit beschenken.